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Sensible Themen im Vorfeld intensiv beraten

Sensible Themen im Vorfeld intensiv beraten (Bild vergrößern)
Bild zur Meldung: Sensible Themen im Vorfeld intensiv beraten

Volksstimme-Fragenkatalog an die Bürgermeister der Oberen Aller – heute: Wolfgang Smolin (Völpke) -Haushaltspläne, Bauprojekte, Investitionsvorhaben – was ist möglich im neuen Jahr, wo sitzen Probleme, was ist lobenswert? Volksstimme bat dazu die Bürgermeister der sieben Obere-Aller-Gemeinden um ihre Stellungnahme im Rahmen eines Fragebogens. Heute die Antworten von Wolfgang Smolin für Völpke und Badeleben.

 

 

Grosse Sprünge oder kleine Brötchen

Welche Aussagen können Sie mit Blick auf Investitions- und/oder Baumaßnahmen in Ihrer Gemeinde bereits jetzt treffen?

Die Gemeinde Völpke kann seit 2008 auf einen ausge-glichenen Haushalt verweisen. Die Investitions- und Baumaßnahmen sind also auch für das Jahr 2011 finanziell abgesichert. Für den Umbau des ehemaligen Gymnasiums zum Haus des Kindes ist etwas mehr als eine Million Euro im Haushalt eingestellt und gesichert. Weiterhin sind eine Dachsanierung und eine Baumaßnahme an anderen Grundstücken mit einem Wertumfang von 100 000 Euro geplant und ebenfalls im Haushalt eingestellt.

 

„Noch nicht alle Schwachpunkte behoben"

 

Füllhorn oder Schuldenbank

Wie schwer wiegen für Ihre Gemeinde die Umlagen an Kreis und Verbandsgemeinde? Erwarten Sie finanzielle Spielräume, muss auf Reserven zurückgegriffen werden oder sind Schulden/Kredite unumgänglich?

Die Umlage an die Verbandsgemeinde belastet unseren Haushalt mit 547 000 Euro, die Kreisumlage mit 394 000 Euro und die Gewerbesteuerumlage mit 34 500 Euro. Durch die fortgeschriebene Investition für das Haus des Kindes bleibt so gut wie kein Spielraum für andere dringend erforderliche Maßnahmen in unserer Gemeinde, wie zum Beispiel Straßenausbau im Ortsteil Badeleben.

 

 

Kritik oder Lob

Wie beurteilen Sie nach gut einem Jahr die Arbeit des Verbandsgemeinderats und des Verbandsgemeinde-bürgermeisters?

Die Arbeit des Verbandsgemeinderates gestaltet sich aus meiner Sicht teilweise schwierig. Es wäre den Fraktionen anzuraten, sich vor der Verbandsgemeinderatssitzung mit ihren Ausschüssen über sensible Entscheidungen (z.B. Erhöhung der Elternbeiträge für die Kitas und Erhaltung der Grundschulen) ausgiebig zu beraten, damit in den Ratssitzungen dafür nicht unnötig viel Zeit in Anspruch genommen wird. Meine Empfehlung wäre, dass auch die Bürgermeister der betreffenden Gemeinden mit in die Beratungen einbezogen werden. Der Verbandsgemeinde-bürgermeister hat in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates Völpke selbst eingeschätzt, dass noch nicht alle Schwachpunkte der bisherigen Amtszeit behoben werden konnten. So auch meine persönliche Einschätzung.

 

 

Änderungen oderStatusQuo

Was erhoffen Sie sich nach der Landtagswahl von der neuen Landesregierung? Wo besteht dringender Handlungs- oder Nachholbedarf?

Mit der Wahl des neuen Landtages verbinde ich den ausdrücklichen Wunsch auf bessere finanzielle Unterstützung und steuerliche Entlastung sowie Abbau des Bürokratismus.

 

„Könnten kurzfristig von 60 auf 100 Schüler erhöhen"

 

 

Rettung oder Schliessung

Hat die örtliche Schule aus Ihrer Sicht eine reelle Überlebenschance?

Die Grundschule Völpke ist in der Lage, kurzfristig die Kapazität der Schüler von derzeit 60 auf 100 zu erhöhen. Die Baumaßnahmen der letzten Jahre umfassten den Neubau einer behindertengerechten Toilettenanlage, Renovierung der Küche und des Speiseraums nebst Anschaffung von neuem Mobiliar sowie Renovierung aller Klassenräume nebst Einbau neuer Fenster und malermäßiger Instandsetzung. Die Grundschule ist territorial so aufgestellt, dass sie durch die Rekonstruktion der Turnhalle (Wärmeschutzverglasung der Fenster für rund 110 000 Euro) auch als Lern- und Freizeitzentrum zur Verfügung steht. Weiterhin steht unserem Ort das Verkehrserziehungszentrum zur Verfügung, welches als wichtiges Faktum in die Lehrpläne einbezogen wird.

 

Leerlaufoder Leben in der Bude

Gibt es Pläne zur Nachnutzung der jetzigen Kita-Gebäude, wenn das „Haus des Kindes" realisiert ist?

Es gibt Vorstellungen dazu, aber noch keine konkreten Pläne.

 

Foto: Die Planung für das „Haus des Kindes" liegt längst vor, die Gemeinde wartet noch auf den entsprechenden Zuwendungsbescheid.

 

Text und Foto: Ronny Schoof - Volksstimme