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Überwältigt vom Traum, der endlich Wirklichkeit wurde

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Mehrere hundert Gäste bei der Einweihungszeremonie am Haus des Kindes - Jahre des Wartens und Träumens, gefolgt von einer zwölfmonatigen Bauzeit, verdichteten sich jetzt auf einen großen Tag: Das Haus des Kindes, es ist eröffnet. Die Einweihung – ein Meilenstein für die Gemeinde Völpke.

 

Ein ganzes Jahrzehnt ist ins Land gegangen, bis Carola Freise endlich den Schlüssel für das Haus des Kindes in den Händen hielt. 2002 hatte die Leiterin der Völpker Kindertagesstätte „Sperlingslust“ zusammen mit der Gemeinde das Konzept für die neue integrative Einrichtung erarbeitet, die Ende voriger Woche nun auch die offizielle Betriebserlaubnis erteilt bekam. Mit der feierlichen Einweihung „geht für uns alle ein Traum in Erfüllung“, sprach Freise sich, den Kolleginnen und den Völpkern aus dem Herzen. „Was lange währt wird gut, heißt es ja, und das hier ist nicht nur gut geworden, sondern einfach nur überwältigend.“ Mehr als 400 Gäste wohnten der Eröffnung bei. Viel Lob verteilten, viel Erstaunen ergriff sie. Denn alles ist neu im aus und umgebauten Ostflügel des Schulgebäudes – das Mobiliar, das Inventar, die pädagogische Konzeption. „Neu sind auch einige Mitarbeiter und Kinder, das Elternkuratorium, die Eindrücke, Erfahrungen und die Art und Weise der Zusammenarbeit mit der Schule als direkter Nachbar“, betonte Carola Freise den lebhaften Beginn des Kapitels „Haus des Kindes“. Die Gruppen hätten sich bereits bestens eingewöhnt seit dem Einzug vor knapp drei Wochen. „Die Kinder wollten zum Teil gar nicht mehr nach Hause abgeholt werden“, schildert Elternvertreter Kai Schoppenhauer seine Erlebnisse der ersten Tage. Ein Sonderlob empfingen die kleinsten „Sperlinge“ für ihr Kindermusical. „Das haben sie ganz toll gemacht – und das in dem ganzen Stress der vergangenen Wochen“, meinte Freise, die selbst auch froh ist, etwas verschnaufen zu können: „Endlich wieder ein geregelter Alltag!“
1,7 Millionen Euro hat die Verwirklichung des Traums gekostet. Die Gemeinde Völpke schultert aus eigenen Mitteln rund 40 Prozent davon. „Allein – ohne die Verbandsgemeinde als Träger der Einrichtung und ohne Kredite“, verdeutlicht Bürgermeister Wolfgang Smolin, „das haben wir uns quasi vom Munde abgespart.“ 118 Plätze bietet die Einrichtung, die bis November schon nahezu ausgelastet sein wird. „106 Anmeldungen liegen vor. Die acht integrativen Plätze sind bereits vergeben“, so Carola Freise. Doch wo der eine Wunsch Wirklichkeit wurde, tut sich schon ein neuer auf: Haus des Kindes, das habe von Anfang an auch bedeutet, dass Kindergarten und Schule vereint sind. „Ich wünsche mir im Namen aller Kinder, Eltern, Erzieher und Einwohner ein Umdenken zum Beschluss der Schulschließung“, appellierte Freise, „und wie erwähnt, manchmal werden Träume wahr.“

 

Foto: Carola Freise und Wolfgang Smolin haben gemeinsam auch viel persönliche Mühe in das Projekt investiert. Nun übergab der Bürgermeister der Leiterin den symbolischen Hausschlüssel.

 

Text und Foto: Ronny Schoof - Volksstimme