Wiesengewimmel mit Taufen und Hoteleröffnung
Die Völpker Kindertagesstätte wird ab sofort von Ameisen, Marienkäfern, Schmetterlingen und Hummeln bevölkert - Das große Krabbeln hat sich beim Wiesenfest der Völpker Kindertagesstätte "Sperlingslust" ganz schnell eingestellt, denn viele Stationen weckten die Neugier und Probierlust der Kinder. Passend dazu wurden neue krabbelige Gruppennamen eingeführt und obendrein eine ganz spezielle Behausung eröffnet.
Auf der Wiese ist was los", schmetterten die Jungen und Mädchen ein fröhliches Lied im Garten - und in der Tat war das kleine Wiesenfest unter dem Motto "Das große Krabbeln" reich an Besonderheiten. "Unsere Gruppen bekommen heute Namen", erklärte die stellvertretende Kitaleiterin, Silke Werner, den Anlass des sommerbunten Treibens vor dem Haus. Tag der Taufen also am Sperlingsnest und vorbei die Zeiten, als man noch mit recht kryptischen Bezeichnungen wie "KK3" oder "Kiga 6" hantierte. "Das ist jetzt vorbei", so Werner, "denn wir haben für jede Gruppe einschließlich unserer Hortis einen passenden Insektennamen erwählt."
Ameisen, Bienen, Grashüpfer, Marienkäfer, Raupen, Schmetterlinge und Hummeln bevölkern in dieser Reihenfolge jahrgangsgebunden von klein nach groß nun das "Haus des Kindes". Die Namensfindung erfolgte unter mehreren Vorschlägen zunächst im Erzieherkollegium. "Zusammen mit den Kindern haben wir dann entschieden, wobei uns wichtig war, dass der Gruppenname auch einen gewissen Bezug zum Alter der Kinder hat", sagt Silke Werner.
Taufurkunden für alle Gruppen
So stehen die Ameisen zum Beispiel für das Kribbel-Krabbel-Gewimmel der Krippenkinder. Die zweitälteste Gruppe firmiert fortan als Raupen, die sich dann im Vorschuljahr zu den Schmetterlingen entpuppen und alsbald entfliegen. Entsprechende Logos für die Gruppentüren sind in Arbeit, für den Anfang reichten auch die bebilderten Taufurkunden, die alle Jahrgänge zum Abschluss des Vormittags stolz in Empfang nahmen.
Zuvor war Entdeckung und Experimentieren an den Wiesenfeststationen angesagt. Viele Eltern halfen tatkräftig mit beim Basteln, Schminken und Mikroskopieren. "Dank dafür insbesondere an Jana Rößner, Stefanie Kreiß, Martina Rohland und Gabriela Leskow für ihre Zeit und Mühen", so Silke Werner.
Ein Sonderlob ging schließlich an Kita-Papa Andy Junge. Er hatte ein Insektenhotel für den Kindergarten gebaut, das beim Wiesenfest feierlich eröffnet wurde. Neugierige Blicke richteten sich auf das Holz- gestell, als es endlich enthüllt wurde und Andy Junge kurz erklärte, was es damit auf sich hat: "Spätestens im nächsten Jahr werden hier Wildbienen und bestimmt auch einige Käfer einziehen. Doch keine Angst, sie sind zahm und tun euch nichts. Ihr könnt dann zum Beispiel beobachten, wann die Bienen brüten, das erkennt ihr an den zugestopften Löchern." Heimwerker Junge hat im Hotel unterschiedliche Materialien verbaut, darunter Holunder, Rosenholz, Schilf, Acker-Senf, Zapfen und Lehm. Natürliche oder gebohrte Löcher bilden die Zimmer in exquisiter Lage: "Der Standort ist gut sonnig, das ist sehr wichtig, und ausreichend windgeschützt", so der Freizeitarchitekt, der außerdem um einen besonderen optischen Clou bemüht war: "Betrachtet man das Insektenhotel ein paar Schritte entfernt, sieht man, dass es wie ein Vogelkopf mit Augen und Schnabel gestaltet ist."
Vorschau-Foto: Feierliche Enthüllung des Geschenks im Garten: Beim Wiesenfest am "Haus des Kindes" wurde das Insektenhotel eröffnet.
Text und Foto: Ronny Schoof - Volksstimme

