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Heimatfreunde feiern in drei Etappen

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20 Jahre Heimatverein Völpke/Badeleben - Vom spontanen Gedanken zur festen Größe gereift - Der Heimatverein Völpke/Badeleben feiert seinen 20. Geburtstag. Die Mitglieder sind sich sicher, der exakte Punkt des Jubiläums ist am Freitag so um 20 Uhr. Gefeiert wird im Vorfeld schon kräftig: gestern die Plattgruppe, morgen der ganze Verein und am Freitag mit den Freunden und Förderern.

 

Manchmal ergibt es sich einfach so, ungeplant, aus der Laune heraus - und dauert dann beständig an. Die Geburtsstunde des heutigen Heimatvereins Völpke/Badeleben war so eine spontan herbeigeführte Sache, die zu einer festen Größe in der Gemeinde gewachsen ist. Maßgeblich daran beteiligt war im Herbst 1993 Ortschronist Otto Siebert, der später auch für fast zehn Jahre den Vorsitz übernehmen sollte und bis heute im Vorstand mitwirkt. Er hatte für den Abend des 18. Oktober öffentlich zur Gründungsversammlung in die Bauernstube am Bahnhof eingeladen.

 

Immer eine beliebte Showeinlage bei den Plattspreekern: "Schaulstunne bi Kanter Bosse". Gestern Vormittag wurden letzte Vorbereitungen dafür in der Heimatstube getroffen.
Immer eine beliebte Showeinlage bei den Plattspreekern: "Schaulstunne bi Kanter Bosse". Gestern Vormittag wurden letzte Vorbereitungen dafür in der Heimatstube getroffen.
 
Siebert erinnert sich: "Vorausgegangen war ja das große Dorffest zur 875-Jahr-Feier im September 1993, für die wir eine Arbeitsgruppe gebildet hatten und die sehr gut zusammengearbeitet hat. Danach haben wir uns gesagt, es wäre schade, wenn wir jetzt auseinanderlaufen - und dann kam der Gedanke auf, einen Heimatverein zu gründen." Ziel sollte es sein, die Werte der Heimat zu erforschen, zu erschließen, zu sammeln, zu schützen und zu pflegen; darüber hinaus Geselligkeit, Lebensfreude und Heimatverbundenheit zu fördern. So wurde es dann auch in der Satzung formuliert, nachdem sich die ersten 31 Mitglieder zu einem Bürgerverbund zusammengeschlossen hatten.

Eine konstante Basis und viele starke Säulen

Das Vorhaben trug schnell Früchte und stieß in der Doppelgemeinde auf Gegenliebe. Schon drei Monate später hatte sich die Mitgliederzahl nahezu verdoppelt, und als man den offiziellen Schritt hin zum eingetragenen Verein ging, hatte sich ein stattlicher Kreis von 80 Personen für die heimatlichen Interessen gefunden, der sich bis heute auf vielen Ebenen aktiv ins Dorfleben einschaltet. "Natürlich sind wir ein Seniorenverein", sagt Vorsitzender Dieter Niemann (74), "für den sich die jungen Leute noch nicht begeistern lassen, aber es stoßen immer wieder neue Mitglieder so ab 50, 60 Jahren hinzu, sodass wir seit Jahren schon ziemlich konstant aufgestellt sind."

Außerdem ändere das hohe Durchschnittsalter nichts daran, dass dem Verein auch "junge Themen am Herzen liegen und von uns verfolgt werden", sei es in Form von Unterstützung bei Veranstaltungen der Gemeinde oder anderer Vereine oder auch in kommunalpolitischer Hinsicht wie zuletzt bei der Standortfrage um die Grundschule. Der Heimatverein mischt gern mit. "Wir haben viele engagierte Leute, auf die Verlass ist, die unterschiedliche Talente einbringen, dazu eine breite Mitgliederbasis sowie treue Freunde und Förderer. Das sind starke Säulen, die unsere erfolgreiche Arbeit überhaupt erst ermöglichen", betont Niemann.

 

Heimatblatt Nummer 64 als Sonderheft zum Jubiläum

 

Aus Anlass des Jubiläums hat der Heimatverein eine Sonderausgabe seines drei- bis viermal pro Jahr erscheinenden Heimatblatts herausgegeben. Heft Nummer 64 widmet sich in Wort und Bild vielen Wegmarken aus zwei Jahrzehnten, angefangen vom ersten Treff der Plattgruppe im Dezember 1993, weiter über zahlreiche Veranstaltungen und Ausflüge bis hin zur Eröffnung der Heimatstube 2007. Herausgesucht und zusammengestellt von Otto Siebert, lassen sich Wesen und Wirken des Vereins darin gut nachzeichnen.

Gefeiert wird nun quasi in drei Etappen. "Anders können wir es von der Menge her gar nicht bewältigen", sagt Dieter Niemann. Den Anfang der "Festwoche" mit Erinnerungen und Heiterkeit machte gestern bereits die Plattgruppe um Edelgard Schulze, der als Gründungsmitglied auch eine besondere Ehrung des Vereins zuteil wurde. Weitere dieser Art werden folgen - so bei der Mitgliederfeier am morgigen Mittwoch ab 15 Uhr in der Heimatstube und an selber Stelle noch einmal am Freitag beim Empfang der Freunde und Sponsoren ab 17 Uhr.

 

Vorschau-Foto: Stützen des Heimatvereins und teils seit der Gründung vor 20 Jahren schon aktiv dabei: Dieter Niemann (Vorsitzender, von links), Otto Siebert (Gründungsmitglied und ehemaliger Vorsitzender), Edeltraud Schulze (Gründungsmitglied und Leiterin der Plattgruppe), Hans-Joachim Schell (Vorstandsmitglied)und Brigitte Bode (Schriftführerin).

 

Text und Foto: Ronny Schoof - Volksstimme