Rohre, Pflaster, Lampen - alles neu in der Siedlung
Kommunale Straße in Völpke nach Sanierung wieder freigegeben - Nach fast sechsmonatiger Bauzeit ist die kommunale Völpker Nebenstraße Bergmannssiedlung am Donnerstag wieder freigegeben worden. Seit Anfang März wurden hier in zwei Etappen die Kanalisation sowie Fahrbahn, Park- und Nebenflächen grundhaft erneuert.
Auftraggeber waren die Gemeinde Völpke (350000 Euro) und der Trink- und Abwasserverband Börde (100000 Euro). Der kommunale Anteil speist sich aus eigenen Haushaltsmitteln, den Straßenausbaubeiträgen sowie einer Förderung aus dem Dorferneuerungsprogramm. "Trotzdem muss so eine Summe erst mal aufgebracht werden", merkte der Bürgermeister an, "zumal wir als Gemeinde nach der Linie verfahren, nur das zu investieren, was wir auch tatsächlich erübrigen können, ohne uns zu verschulden." Dies sei - "auch zum Gefallen der Anwohner, denke ich" - hier gelungen.
Die neue Straßenbeleuchtung entlang des 1,50 Meter breiten Fußwegs an der Nordseite ist direkt mit der LED-Technik ausgestattet worden, auf die derzeit auch im restlichen Dorf inklusive Badeleben umgerüstet wird.
Während die Anlieger der Übergabe etwas zaghaft von der eigenen Haustür aus beiwohnten, ließ es sich die Schmetterlingsgruppe aus der nahe gelegenen Kita "Sperlingslust" nicht nehmen, ein Dankeschön in Form von Lied und Gedicht vorzutragen. Zum Lohn durfte die Absperrung zerschnitten werden und gab es einen Beutel Süßes vom zuständigen Baubetrieb aus Hornhausen.
Teure Entsorgung nach Teichleerung
Einen ungeahnten Nebeneffekt indes hat die Sanierungsmaßnahme ausgelöst, als der Ausbau Mitte März auf Höhe des Löschteiches angelangt war. Da während der Schachtungen nicht ausgeschlossen werden konnte, dass der angrenzende, höher gelegene Teich nicht durchdrückt, wurde das Wasser binnen eines Tages von der Feuerwehr komplett abgepumpt. Der Anglerverein sorgte parallel für die Umsetzung des Fischbestands.
Bei dieser Gelegenheit konnte der Teich dann zwar auch endlich entschlammt werden, doch jene Sedimente haben sich bei einer Laboruntersuchung als stark schadstoffbelastet erwiesen. Als Ursache hierfür werden jahrealte Rückstände eines ehemaligen Motorenbetriebs in unmittelbarer Nähe vermutet. Der Giftschlamm liegt derzeit noch zur Austrocknung an der Teichböschung. Er muss für einen fünfstelligen Betrag zu Lasten der Verbandsgemeinde speziell entsorgt werden.
Vorschau-Foto: Marlon und Elay aus der Schmetterlingsgruppe der Kita halfen Bürgermeister Wolfgang Smolin beim Durchtrennen des Absperrbandes.
Text und Fotos: Ronny Schoof - Volksstimme




