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Völpker Rundweg ist wieder begehbar

Völpker Rundweg ist wieder begehbar (Bild vergrößern)
Bild zur Meldung: Völpker Rundweg ist wieder begehbar

Hardy Brecht zeigte Tatendrang / Sitzbänke sollen wieder aufgestellt werden - Der kleine Rundweg am nordwestlichen Ortsrand von Völpke kann wieder als solcher genutzt werden. Voriges Jahr war er umgepflügt worden. Ein emsiger Gemeindeangestellter hat jetzt Abhilfe geschaffen.

Vor 13 Monaten wandte sich Volksstimme-Leser Georg Schubert an die Redaktion. Der Rentner äußerte damals seinen Unmut darüber, dass ein Spazier- und Radweg etwas außerhalb von Völpke von einem Landwirt umgepflügt wurde, nachdem die Strecke von ABM-Kräften zu Wanderzwecken angelegt worden war. Die Rechtslage war nicht eindeutig. Der Landwirt aus Barneberg beharrte darauf, es handele sich um seinen Grund und Boden. Die Gemeindeverwaltung verwies darauf, dass dies nicht eindeutig nachzuweisen sei - die Grundstücksgrenzen seien nicht klar definiert. Aufschluss hätte eine Vermessung bringen können. Die aber wollte bzw. konnte wegen der anfallenden Kosten keiner der Beteiligten in Auftrag geben. Der Weg war somit weg, und es bestand wenig Hoffnung auf eine Wiederherstellung. Nun hat sich Georg Schubert wieder zu Wort gemeldet - diesmal mit positiven Neuigkeiten: „Die Rundstrecke kann wieder genutzt werden. Ich habe Kritik geübt, jetzt ist auch mal ein öffentliches Lob fällig." Adressat ist allerdings nicht jener pflügfreudige Landwirt, sondern Völpkes Gemeindearbeiter Hardy Brecht. Er hat in den vergangenen Wochen dafür gesorgt, dass die Spazierstrecke nun wieder einigermaßen nutzbar ist - zwar nicht als der begradigte Schotterweg, der er früher einmal war, aber immerhin als Naturpfad. „Ich habe von einem Bekannten erfahren, dass der Weg hier umgepflügt wurde und inzwischen total zugewuchert ist", erzählt der aus Harbke stammende Hardy Brecht. Immer, wenn die Zeit es zuließ, ist er daraufhin mit seinem „Johnny", ein kleiner Traktor mit aufgebautem Mähwerk rausgefahren und hat den Weg freigeräumt. Bürgermeister Wolfgang Smolin hatte die Aktion abgenickt. „Das war ein großer Aufwand und hat einige Zeit und auch zwei Keilriemen gebraucht, weil das Gestrüpp doch sehr hoch und dicht gewachsen war Aber jetzt ist der Weg wieder begehbar. Wir wollen demnächst noch die Bäume etwas beschneiden und auch wieder Bänke aufstellen", so Brecht, der den Dank an ihn weiterreichte: „Die Ein-Euro-Jobber hier in Völpke haben auch Anteil daran, weil sie mich gut entlastet haben, so dass ich mich immer wieder mal um den Weg kümmern konnte." Georg Schubert ist sicher, dies sei jetzt auch zur Freude vieler anderer Völpker geschehen, die den rund drei Kilometer langen Weg zwischen zwei Ackerflächen endlich wieder als Erholungsstrecke nutzen können. „Ich hoffe nur, dass Landwirte nicht wieder zuschlagen", so Schubert. Laut Wolfgang Smolin ist der Pfad eine öffentliche Gemeindefläche. Er soll nun sogar in Wanderwegkarten eingezeichnet werden.

 

Text und Foto: Ronny Schoof - Volksstimme