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Gemeinde in den Startlöchern: 2009 wird der Schulanbau aufgewertet

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Völpke baut sein „Haus des Kindes": Land gewährt großzügige Förderung / Nachnutzung der Kitagebäude noch unklar - Die Umzugspläne für die Völpker Kindertagesstätte nehmen konkrete Form an. Der Fördermittelbescheid für das neue Haus des Kindes liegt vor. Integrativer Kindergarten, Hort und Schule werden sich ab 2010 vereint unter einem Dach wiederfinden.

Positive Nachrichten in finanzieller Hinsicht ließen Völpkes Bürgermeister Wolfgang Smolin in den vergangenen Tagen frohlocken. Nicht nur, dass die Gemeinde schon im laufenden Haushaltsjahr einen ausgeglichenen Etat vorweisen kann und somit früher als erwartet die Konsolidierungsphase überwindet (Bericht dazu folgt), auch für das Projekt „Haus des Kindes" gab es nach langem Warten eine überaus gute Neuigkeit: Das Land gewährt eine Förderung von hundert Prozent netto. „Das heißt, dass wir rund eine Million Euro Zuschuss bekommen und die Gemeinde nur die Mehrwertsteuer übernehmen muss", erklärt Smolin. Die Investitionssumme beläuft sich auf 1,2 Millionen Euro, die die Gemeinde zunächst vorfinanzieren muss. „Kein Problem", sagt der Bürgermeister, „Mittel dafür wurden bereits dieses Jahr im Haushalt eingestellt. Die nehmen wir jetzt für 2009 mit herüber." Dann nämlich wird der Anbau der Grundschule, dem seit der Schließung des Allertal-Gymnasiums keine echte Funktion mehr zugrunde lag, zum Haus des Kindes aufgewertet. Der großzügige Um- und Ausbau soll in der zweiten Jahreshälfte beginnen. 2010 dann wird das Haus mit Leben erfüllt.

 

Es wird integrativ gearbeitet

„Das wird ein ganz tolles Ding", ist Wolfgang Smolin überzeugt und setzt darauf, dass seine Gemeinde ihren Status als attraktiver Standort auch für junge Familien festigt. Ohnehin wird die Bedeutung Völpkes in puncto Kinderbetreuung über die Ortsgrenzen hinaus wachsen, da es sich um eine integrative Einrichtung handelt, also auch für Kinder mit Behinderung offensteht. Was diese inhaltliche Veränderung anbelangt, sind übrigens längst Nägel mit Köpfen gemacht. Smolin: „Arbeitsverträge mit zusätzlichem Personal sind bereits abgeschlossen, ebenso wie die Weiterbildungsschulungen der Erzieherinnen." Die umfangreiche und behindertengerechte Sanierung des Anbaus wird buchstäblich von Kopf bis Fuß vollzogen. So ist zum Beispiel der Ausbau des Dachbodens ein zentraler Bestandteil der Renovierungspläne. „Dort soll eine Art Aula entstehen", verrät der Bürgermeister. Was dazu führt, dass die Gemeinde über die veranschlagte Gesamtsumme hinaus zusätzliche Finanzen für die Installation eines Fahrstuhls zur Verfügung stellt. Bleibt noch die Frage zur Nachnutzung der beiden jetzigen Kindergartengebäude in der Bahnhof- und der Thälmannstraße. Die Beantwortung allerdings wird noch auf sich warten lassen. Im Hinterkopf hatte die Gemeinde wohl zunächst die Idee, im Falle der Bildung einer Einheitsgemeinde mit Verwaltungssitz in Völpke hier die Ämter unterzubringen. Da die Reformpläne nun aber auf eine Verbandsgemeinde mit Verleib der Verwaltung in Eilsleben hinauslaufen, muss ein neues Konzept her. „Im Rahmen der Dorferneuerung wird der Gemeinderat dazu Festlegungen treffen", sagt Wolfgang Smolin.

 

Foto: Der Anbau der Völpker Grundschule wird im kommenden Jahr saniert umd 2010 vom Kindergarten neu bezogen.

 

Text und Foto: Ronny Schoof - Volksstimme