Schwarze Null steht früher als gedacht

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Völpke wirtschaftet ohne Neuverschuldung / Mehr Luft im Haushalt für Investitionen ab 2009

 

Ohne Neuverschuldung wird die Gemeinde Völpke das Haushaltsjahr 2008 abschließen und damit drei Jahre früher als gedacht die Konsolidierungsphase überwinden. Ab 2009 sollen dann wieder größere Sprünge gemacht werden.

Von Ronny Schoof

Völpke. „Wir kommen dieses Jahr schon aus der Konsolidierung raus. Das macht uns natürlich sehr glücklich", frohlockt Wolfgang Smolin im Volksstimme-Gespräch. Die Augen blitzen und ein hoch zufriedenes Lächeln macht sich im Gesicht des Bürgermeisters breit. Ohne Frage, Völpkes Ortsoberhaupt ist mächtig stolz auf diese Tatsache, war das Ende des rigiden Sparkurses, sprich der Haushaltskonsolidierung doch erst für 2011 avisiert. Ans eigene Revers will sich Smolin den Erfolg allerdings nicht heften, zumal der ausgeglichene Etat, den die Gemeinde nun bereits im laufenden Haushaltsjahr vorlegen kann, hauptsächlich auf Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer zurückzuführen ist. „Es ist aber auch das Verdienst des gesamten Gemeinderats", betont der Ortschef, „denn wir haben in den letzten Jahren nicht übermäßig gelebt und Einsparungen vorgenommen, wo wir nur konnten." Zwar sei dabei notwendigerweise „einiges auf der Strecke geblieben", jedoch sei es immer die Absicht der Gemeinde gewesen, „erst wieder größere Brötchen zu backen, wenn wir aus dem Gröbsten heraus sind". Mit Blick auf das Bauprojekt „Haus des Kindes" (Volksstimme berichtete) kommt die sukzessive Entschuldung - laufende Kredite müssen weiterhin noch bedient werden - gerade recht. Mehr als 1,2 Millionen Euro wird die Gemeinde dafür erst einmal vorstrecken. Und auch an anderer Stelle soll groß investiert werden: Für die Sanierung der kommunalen Wohnungen im so genannten Lehmblock wird Völpke auf mehrere Jahre verteilt rund 800 000 Euro in die Hand nehmen. „Das wird mittelfristig der Schwerpunkt", erklärt Wolfgang Smolin, „denn die Wohnungen sehen derzeit schlimm aus. Wir wollen sie attraktiv herrichten, damit sie wieder vermietbar sind." Allein die Trockenlegung des Blocks - begonnen werden soll im kommenden Jahr (siehe Infokasten) - werde etwa 80000 Euro kosten. Weitere 100 000 Euro sind für Reparaturarbeiten veranschlagt.