Hans-Werner Bille stürzt sich ins Afrika-Abenteuer

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Völpker Facharzt findet neue Aufgabe auf fremdem Kontinent - Dass er den Spruch „Auf ein Neues!" doch noch einmal bringen kann, hätte sich Hans-Werner Bille vor knapp einem Jahr nur schwer vorstellen können. Der Völpker Facharzt für Allgemeinmedizin hatte sich gemeinsam mit seiner besseren Hälfte Lieselotte im Januar in den Ruhestand verabschiedet (Volksstimme berichtete). Den wird das Ehepaar demnächst unterbrechen. 

Vom 15. Januar bis 27. Februar werden Hans-Werner und Lieselotte Bille in Westafrika für die Malaria- und Schülerhilfe Gambia e. V. (MSG) ihren humanitär-medizinischen Dienst antreten. Ein echtes Abenteuer also, in das sich der 70-Jährige da mit seiner Frau stürzt und das vor etwa einem halben Jahr seinen Anfang nahm. Da hatte das Ehepaar Bille in der Volksstimme von einer gewissen Waltraud Schröder aus Zossen gelesen, die auf der Suche nach einem alten Mikroskop ohne elektrische Beleuchtung für ihre Arbeit in Afrika war. Hans-Werner Bille konnte helfen und übergab das Gerät persönlich in Zossen. Dort stellten beide Mediziner fest, dass sie ehemalige Kommilitonen waren, die in Halberstadt ihre Facharztausbildung absolvierten. Auch Dr. Waltraud Schröder ist im Ruhestand und hat sich seither ganz der Malaria- und Schülerhilfe Gambias verschrieben. Begeistert berichtete sie den Billes von ihrer Tätigkeit in Afrika. Gambia mit der Hauptstadt Banjul und zirka 1,5 Millionen Einwohnern ist der kleinste Flächenstaat Afrikas. Der Fluss Gambia ist Namensgeber für das Land, durchzieht es von Ost nach West und teilt es so in einen Nord- und einen Südteil. Die so genannte Nordbank ist der ärmste Teil des Landes. Es gibt wenig oder keine Infrastruktur, keinen Strom, kein sauberes Wasser, schlechte Straßen und so gut wie keine ärztliche Versorgung. Hier hilft  die MSG, damit kein Kind mehr an Malaria sterben muss und ein Schulbesuch möglich wird. Eine Notfallapotheke wurde auf der Nordbank aus Spenden bereits eingerichtet. Nach dem Besuch bei Waltraud Schröder war dem Ehepaar Bille klar: „Hier müssen wir helfen." Sie übernahmen zunächst die Patenschaft für einen Jungen, damit er die Schule besuchen kann. Zum anderem wollte Hans-Werner Bille als Mediziner den Menschen in einer der ärmsten Regionen der Welt helfen und die Arbeit von Waltraud Schröder unterstützen. Am 15. Januar beginnt für die Völpker nun der ehrenamtliche Einsatz in einem ihnen völlig unbekannten und fremden Umfeld. Flug, Unterkunft und Verpflegung müssen sie selbst finanzieren, ebenso die Kosten für einen Mietwagen, für Patientenbesuche oder Krankenhausfahrten. Auch die Benutzung der Fähre müssen die Billes aus eigener Tasche bezahlen. Die MSG, erklärt Hans-Werner Bille, erhalte keinerlei staatliche Hilfen und ist bei ihrer Aufbauarbeit deshalb auf Spenden angewiesen. Darum bittet das Ehepaar, diese Aktion mit finanziellen Mitteln insbesondere für Medikamente und die medizinische Versorgung der Patienten vor Ort zu unterstützen. „Jeder Euro hilft den Ärmsten der Armen", so Hans-Werner Bille. Besonders wichtig sei bei einer Spendenzahlung per Überweisung der Verwendungszweck (siehe Infokasten). Nur mit dem entsprechenden Vermerk bekommen die beiden Mediziner das eingezahlte Geld für ihren humanitären  Hilfseinsatz. Spendenquittungen werden vom Verein ausgestellt.
Spendenkonto Empfänger: MSG e.V. Kontonr.: 363 902 12 06 BLZ: 160 500 00 (Mittelbrandenburgische Sparkasse in Potsdam) Verwendungszweck: Einsatz Dr. Schröder und H.-W. Bille

Foto: Die Arzttasche ist schon gepackt und Lieselotte und Hans-Werner Bille freuen sich auf ihren humanitären Einsatz in Afrika.

 

Text und Foto: Angelika Höde - Volksstimme