Großeinsatz wegen einer Rohrverstopfung
Damm des Regenrückhaltebeckens im Badeleber Gewerbegebiet drohte wegzurutschen - Im nahezu ganztägigen Großeinsatz befanden sich die Feuerwehren aus Völpke, Badeleben und Hötensleben vor wenigen Tagen. Dafür sprach ihnen Bürgermeister Wolfgang Smolin nun Dank aus.
Glücklicherweise kein Feuer oder Unfall rief die drei Wehren auf den Plan. Nichtsdestotrotz aber sei Gefahr im Verzug gewesen. Und obwohl sich der Einsatz im Wesentlichen „nur" auf das Abpumpen von Wasser beschränkte, leisteten die Männer und Frauen dabei einen Zwölf- Stunden-Dienst ab. Was war passiert? Das Regenrückhaltebecken im Gewerbegebiet Badeleben war der Ort des Geschehens. Hier war der Damm aufgeweicht und drohte, in Richtung Bundesstraße wegzurutschen. „Wir haben festgestellt, dass das Abflussrohr des Beckens stark verstopft war", so Feuerwehrmann Jens Schulze, der den Einsatz für die Völpker Wehr protokollierte. Dringendste Aufgabe sei daher gewesen, den Wasserspiegel zu senken, um das Rohr freizulegen und den Stau zu beseitigen. Weil den Völpker und Badeleber Einsatzkräften schnell klar war, dass die ihnen zur Verfügung stehende Technik kaum ausreicht, zogen sie die Kollegen aus Hötensleben mit hinzu. Insgesamt 30 Leute waren fortan mit dem „Großreinemachen" beschäftigt. „Wir mussten das Wasser um 1,50 Meter runterpumpen, um an den Abfluss zu gelangen. Der war voller Wurzelwerk. Mehrere Männer mussten daran ziehen", erklärt Jens Schulz. Bis zum späten Abend dauerte die Aktion, für die Völpkes Bürgermeister sich in dieser Woche bei allen Beteiligten bedankte. „Ihr habt dort den ganzen Tag über gute Arbeit geleistet. Es muss nicht immer zu einem Brand kommen, damit deutlich wird, wie wichtig die freiwilligen Feuerwehren für die Gemeinden sind. Darum soll das jetzt auch mal öffentlich gewürdigt werden", so Wolfgang Smolin, der besonders die Bereitschaft zur gegenseitigen Unterstützung der Wehren untereinander hervorhob.
Foto: Am Einsatz beteiligte Feuerwehrleute mit dem Wurzelstrang, der das Rohr verstopft hatte. Von links: Jens Schulz, Sven Kuhle, Christian Senger, Jörg Fischer, Bürgermeister Wolfgang Smolin und Bettina Dammann.
Text und Foto: Ronny Schoof - Volksstimme




