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Erster Aufschlag vor mehr als 40 Jahren

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Volleyball ist in Völpke eine feste sportliche Größe geworden / Großes Ehemaligen-Treffen am Sonnabend - Vor mehr als 40 Jahren begannen ein paar junge Sportler in Völpke damit, Bälle über ein Netz zu baggern, pritschen und schmettern. Sie markierten so den Anfang für ein äußerst erfolgreiches Kapitel Sportgeschichte in der Gemeinde. Sportwart Gerhard Reimann hat für die Volksstimme die Entwicklung der Abteilung Volleyball nachgezeichnet. Am Sonnabend findet ein großes Treffen statt.

 

Es mussten erst junge Männer aus Völpke in den 60er Jahren im Urlaub am Strand die Bekanntschaft mit dem Volleyballspiel machen, um dann auch in ihrem Heimatort diese Sportart auszuüben. Mit dem festen Gedanken, diesen Sport zu treiben, wurde also über die Möglichkeit beraten, was unternommen werden kann, um auch in Völpke Volleyball spielen zu können. Die erste Gelegenheit bot sich auf dem Schulhof. Hier trafen sich die Hobbysportler und machten die ersten Erfahrungen mit dem für sie neuen Spiel. Und so entstand im April/Mai (Gründungstag 30. April) die erste Völpker Freizeitvolleyballmannschaft. Die Gründungsmitglieder waren Dieter Niemann, Dieter Bratzke, Jürgen Schmidt, Peter Dymeck, Hans Jürgen Stolze, Waldi Reich, Siegmar Bunke, Fritz Herbst, Fritz Hermann und Eckhard Schmiemann, Mit der Fertigstellung der Kleinsportanlage neben dem Sportplatz wurden durch Unterstützung der Wachsfabrik auch zwei  Volleyballfelder errichtet. Schon nach kurzer Zeit fanden sich weitere Mitstreiter, die am Training teilnahmen - und so konnte eine zweite Mannschaft gegründet werden.

 

Kontakte zu den Nachbarn geknüpft

Im Oktober 1968 war Völpke schon erfolgreich bei den Volkssportrunden des Kreises vertreten. In der Folge wurde nach weiteren Möglichkeiten für Freundschaftsspiele und Turniere gesucht. So wurden Kontakte nach Hötensleben, Ausleben, Harbke, zur Grenzkompanie Barneberg, zur sowjetischen Kommandantur Marienborn und nach Oschersleben geknüpft. 1972 war die neue Sporthalle fertiggestellt und so hatten die Volleyballer allerbeste Trainings- und Wettkampfbedingungen. In den 90er Jahren kam dann das alljährliche Karfreitagsturnier hinzu. 1996 wurde der Grundstein für die neue Turnierform mit Hin- und Rückspielrunden von Oktober bis Mai gelegt. In dieser Zeit war

Völpke auch auf dem sportlichen Höhepunkt und konnte von 1997 bis 2002 nicht vom ersten Platz verdrängt werden. Die Nachwuchsarbeit der Sektion Volleyball hatte inzwischen das Völpker Sportlerehepaar Ines und Manfred Garreis, unterstützt von Baldur Rohs, übernommen. Bei den Kreis-Kinder- und Jugendspielen waren die Schüler mit bei den Besten im Kreis vertreten. Die Sammlung der vielen Pokale und Urkunden könnte eine sehr große Fläche in Anspruch nehmen. Aber nicht nur in Völpke, sondern auch in Badeleben wird erfolgreich Volleyball gespielt. So hat die hiesige Frauensportgruppe in jedem Jahr ein gut besetztes Turnier ausgerichtet. Im Laufe der Jahre hat sich auch eine Besonderheit ergeben: Die Ehepaare Ines und Manfred Garreis mit Sohn und Tochter und das Ehepaar Christine und Wolfgang Steinert mit Sohn und Tochter würden zusammen eine Mannschaft bilden, die kaum zu schlagen wäre. Fürs Treffen eine Chronik erstellt Im vergangenen Jahr nun wurde die Schule in Völpke 80 Jahre alt. Bei dem großen Jubiläumstreffen der ehemaligen Schüler entstand der Gedanke, die ehemaligen aktiven Volleyballer nach 40 Jahren wieder einmal zusammenzuführen. Gesagt, getan. Jürgen Schmidt war der Organisator und hat mit vielen einstigen Wegbegleitern gesprochen - alle haben sie ein großes Interesse gezeigt. So wurde der 9. Mai 2009 als Termin für ein Treffen vereinbart. Über 70 Einladungen wurden dafür versandt, und fast alle konnten erfreulicherweise zusagen. Wir freuen uns auf die Spiele der fünf Mannschaften am kommenden Sonnabend in der Völpker Turnhalle. Die Gäste dürfen auch auf die Chronik gespannt sein, die Silke Werner und Manfred Garreis erstellt haben.

 

Foto: Gründerzeit: Eine Aufnahme aus dem ersten Trainingslager der Völpker Volleyballer in Ferch. Zu sehen sind von links nach rechts: Bernd Neumann, Gerhard Reimann, Jürgen Schmidt, Peter Dymeck, Dieter Bratzke, Günther Fricke und Dieter Niemann.

 

Text und Foto: Volksstimme